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Materialien

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnen wird. Eine Entkörnungsmaschine trennt dabei die Faser vom Samen. Die Samen werden weiterverarbeitet oder neu gepflanzt, ihre Hüllen dienen als Tierfutter oder Hühnereinstreu. Die Fasern werden zu Ballen gepresst, in Spinnereien zu Garnen versponnen und anschließend weiterverarbeitet.

Die Vorteile:

  • temperatur- und feuchtigkeitsregulierend
  • weich und hautfreundlich
  • pflegeleicht und widerstandsfähig
  • atmungsaktiv und stark saugfähig
  • leicht im Gewicht, nachwachsender Rohstoff

Leinen

Leinen wird aus Flachs gewonnen, einer der nachhaltigsten Textilpflanzen überhaupt: Flachs wächst schnell, braucht keine zusätzliche Bewässerung und wenig bis gar keine Pestizide oder Düngemittel.

Nach der Ernte wird die Faser mechanisch vom Stängel getrennt und versponnen. Durch die konsequent ökologische Verarbeitung bleiben die natürlichen Eigenschaften bis zum fertigen Produkt erhalten.

Die Vorteile:

  • Atmungsaktiv: Leinenfasern nehmen bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und kühlen an heißen Tagen.
  • Strapazierfähig: hohe Reißfestigkeit, fusselfrei, ideal für den täglichen Gebrauch.
  • Pflegeleicht: kein Pilling, die Qualität bleibt auch nach vielen Wäschen erhalten.
  • Weich mit der Zeit: je öfter getragen, desto weicher die Fasern.
  • In Mischung: Baumwoll-Leinen verbindet die Frische von Leinen mit zusätzlicher Weichheit.

Pflege

Nur bei der angegebenen Temperatur waschen und wenig schleudern. Nach dem Waschen leicht in Form ziehen und an der Luft trocknen. Bügeln Sie auf links mit Dampf oder solange der Stoff noch leicht feucht ist.

Viskose

Viskose entsteht aus natürlichen Grundstoffen wie Eukalyptus-, Pinien- oder Buchenholz. Das Holz wird zerkleinert, Harze werden ausgekocht, die gereinigte Zellulose zu Platten gepresst und in einem chemischen Verfahren zu einer Spinnmasse verflüssigt, aus der ein Endlosfaden entsteht. Viskose lässt sich gut mit Baumwolle, Wolle oder Leinen mischen, funktioniert aber auch allein.

Die Vorteile:

  • natürlich und weich
  • antistatisch
  • seidiger Glanz und schöner Fall
  • leicht zu färben

Wolle

Schurwolle

Schurwolle ist das vom lebenden Schaf gewonnene und erstmalig verarbeitete Haar. Nach dem Scheren wird sie gewaschen und gekämmt, bei Bedarf gebleicht und gefärbt und anschließend zu Kammgarn gesponnen, das sich weben, stricken oder knüpfen lässt.

Die Vorteile: schmutzabweisend, wärmeisolierend, leitet Feuchtigkeit schnell ab.

Merinowolle

Merinowolle ist eine besonders hochwertige Schurwolle vom Merinoschaf. Sie hat dieselben Eigenschaften wie gewöhnliche Wolle, ist aber deutlich feiner und weicher – und damit ideal für Funktionsunterwäsche und Schlafmode.

Kaschmir

Kaschmir ist eine sehr feine, weiche Naturfaser aus dem Unterfell der Kaschmirziege. Sie wird seit etwa 1000 v. Chr. handwerklich zu Textilien verarbeitet. Wichtigste Erzeugerländer sind China, die Mongolei, der Iran und das mittelasiatische Hochland; das hochwertigste Kaschmir stammt aus der Inneren Mongolei, wo den Ziegen unter den besonderen klimatischen Bedingungen ein besonders feiner Flaum wächst.

Die Vorteile: hervorragende Wärmedämmung, sehr feine Fasern, weist Feuchtigkeit ab, schmutz- und geruchsabweisend, hohe Reißfestigkeit.

Pilling

Als Pilling bezeichnet man die bis zu zwei Millimeter großen Faserknötchen, die durch Reibung beim Tragen entstehen. Wir verzichten auf chemische Ausrüstungen mit Kunstharz oder Silikon und setzen vornehmlich Naturmaterialien ein – dadurch sind unsere Stoffe etwas anfälliger für Pilling als konventionell produzierte Ware.

Entfernen lassen sich die Knötchen mit einem Fusselrasierer. Zupfen Sie sie besser nicht ab: Dabei kann die Faser beschädigt werden.

Weichmacher

Beim Bleichen, Färben und Ausrüsten verlieren Textilien oft ihren weichen Griff. Üblicherweise wird er mit Weichmachern wiederhergestellt – ein Effekt, der sich meist wieder auswäscht, und die verwendeten Mittel lösen häufig Allergien aus. Wir verzichten auf umweltschädigende und gesundheitsgefährdende chemische Weichmacher.

Synthetische Fasern

Recyceltes Polyester

Polyester setzen wir sehr selektiv und ausschließlich recycelt ein. Recycling-Fasern schonen die begrenzte Ressource Erdöl und die Umwelt.

Die auf Öl basierende Faser entsteht im Schmelzspinnverfahren als Endlosfaden. Gemischt mit Naturfasern wie Wolle sorgt Polyester dafür, dass Kleidungsstücke ihren Sitz und ihre Farbintensität behalten.

Polyamid

Polyamid, besser bekannt als Nylon, ist eine leichte, zugleich sehr starke, strapazierfähige und elastische Faser. Sie erhöht die Haltbarkeit anderer Fasern und wird deshalb häufig mit Naturfasern kombiniert.

Die Vorteile: sehr elastisch, scheuer- und reißfest, feuchtigkeitsabweisend, fließender Fall, leicht im Gewicht.